n der API-Schule wird ausschliesslich die Huber-Methode gelehrt. Sie ist in sich selbst eine Psychologie, die sich der Astrologie sowohl als Diagnose- wie auch als Selbstentfaltungs-Instrament bedient. Ihr psychologischer Background sind in erster Linie die Erkenntnisse der Tiefenpsychologie, aber auch der Humanistischen wie der Transpersonalen Psychologie. Ihr Konzept steht demjenigen der Psychosynthese von Roberto Assagioli am nächsten. Wertungen wie "gut" und "schlecht" werden grundsätzlich vermieden. Veraltete widersprüchliche Methoden der traditionellen Astrologie kommen nicht zur Anwendung.
Bei der Deutung des Horoskops nach der Huber-Methode ist nicht der analytische Prozess das hauptsächliche Anliegen, sondern der integrative, d.h. die Ganzheitserfassung des Menschen. Die astrologisch-psychologische Methodik folgt der holistischen Forderung, dass alle ihre Teile ergänzend aufeinander abgestimmt sein müssen. Die wichtigsten Erkenntnisse, die im API in langjähriger Schulungs- und Beratungspraxis erprobt und erhärtet wurden, sind folgende:
1. Huber-Orbes-Tabelle.
Diese bestimmt, ob ein Aspekt (Winkelbeziehung) eingezeichnet wird oder nicht. Über 30 Jahre lang wurde diese Tabelle überprüft und hat sich vielfach bewährt.
2. Aspektbild (Ganzheitserfassung des Horoskopes).
Die Lagerang, Form und Farbigkeit des Aspektbildes vermitteln einen Gesamteindruck des Menschen. Mehr als 45 genau beschriebene Aspektfiguren erlauben eine exakte Aufschlüsselung der Bewusstseinsstraktur und der daraus resultierenden Lebensmotivation.
3. Altersprogressionsmethode (Lebensuhr im Horoskop).
Der Alterspunkt (AP) beschreibt in einem Sechsjahres-Rhythmus den zyklischen Lebenslauf durch die zwölf Häuser. Diese Methode wird zur zeitlichen Feststellung von Bewusstseinskrisen und traumatischen Jugendprägungen und auch erfolgreich zur Geburtszeitkorrektur eingesetzt.
4. Die Intensitätskurve
zeigt eine sich in jedem Haus wiederholende psychische Dynamik, die in ihrem rhythmischen Ablauf von Hoch und Tief dem Mass des Goldenen Schnittes folgt. Dabei entstehen drei verschiedene Wirkungsbereiche in jedem Haus, bezeichnet mit: Spitze, Invertpunkt und Talpunkt, die eine differenzierte psychologische Deutung der Planeten und auch des Alterspunktes zulassen. Das dynamische Häusersystem funktioniert nur mit den Koch-Häusern. Dabei beginnt der Einfluss eines Hauses bereits am Talpunkt des vorangehenden Hauses und nicht erst an der Hausspitze wie bei der statischen klassischen Häuserbetrachtung.
5. Bei den dynamischen Quadranten
teilt man den Kreis in vier Teile ein, deren thematisch gegebene Über-einanderlagerang eine spezielle Betrachtung der Verhaltensabläufe erlaubt. Auch zur Klärung von Partnerschaftsproblemen und Personalauslese (Teamwork) wird diese Technik erfolgreich eingesetzt.
6. Die dynamische Auszählung.
Die Intensitätskurve einerseits sowie die Zeichen-Häuser-Verschiebung andererseits ermöglichen die Berechnung und Beschreibung des Energiehaushaltes eines Menschen. Daraus lassen sich Ausgleichsprozesse im Spannungsfeld zwischen Anlage und Umwelt (Plus- und Minuszahlen) erkennen, die sowohl Probleme wie auch eine Entwicklungsdynamik anzeigen.
7. Das Häuserhoroskop.
Hier werden die Häuser (statt der Zodiak) als Messkreis genommen. Häufig verändert sich das Aspektbild erheblich und zeigt an, dass die Umwelt diesen Menschen anders einschätzt als er sich selbst. Das Missverstandenwerden oder Nichtangenommensein wird dadurch bewusst und kann leichter verarbeitet werden.
8. Das Mondknoten-Horoskop.
In Entsprechung zum Mondknoten als geistigem Aufstiegs- und Entwicklungspunkt wird im Mondknotenhoroskop anhand einer bestehenden "Umspiegelungs-Mechanik" der Einblick in die Strukturen der Schattenpersönlichkeit und in karmische Zusammenhänge möglich. Vor diesem Hintergrand zeigt der Mondknoten-Alterspunkt (rückläufig) verborgene Zusammenhänge auf, die bei seiner Kreuzung mit dem Alterspunkt im Radix oft zu intensiven Entwicklungsschüben führen.
9. Ortshoroskope.
Das globale Koordinatennetz mit Greenwich als Nullpunkt dient als Ausgangspunkt für die Ortshoroskope. Beim Ortshoroskop werden die Planeten, Zeichenstellungen und Aspekte des Grundhoroskopes in das Häusersystem desjenigen Ortes hineingestellt, an dem man zurzeit lebt - oder in den man umziehen möchte - oder an dem man einmal gewohnt hat.
10. Partnervergleiche.
Im wesentlichen werden im API drei Techniken eingesetzt: 1. Im Vergleich der Aspektbilder wird die Ergänzungsfunktion der Partnerschaft ermittelt. 2. Planetenstellungen in den Häusern zeigen verschiedene milieubedingte Verhaltensweisen, wie sie in Konjunktion und Opposition, den sogenannten "Klickpunkten" bei den Partnern zusammenwirken (Klickhoroskope). 3. Aus dem Vergleich der zwei Mondknoten-Horoskope werden karmische Wurzeln und Wege zur Lösung von Problemen ermittelt (Brückenklick).
11. Das Familienmodell.
Die Planeten Sonne, Mond und Saturn als Träger der Rollen von Vater, Kind und Mutter sind Schlüsselfiguren für die eigene Identität. Sie ermöglichen ein vertieftes Verständnis familienbedingter Prägungen, Beziehungen und Verhaltensweisen. Diese Kenntnis kann besonders fruchtbar im Zusammenhang mit Eltern- und Erziehungsproblemen eingesetzt werden.
12. Die dreifache Persönlichkeit.
Das Konzept von Körper, Gefühl, Verstand entspricht den natürlichen Gegebenheiten, sowie der Psychosynthese und der esoterischen Psychologie. Dabei werden die drei Hauptplaneten diesen Ebenen zugeteilt. Saturn symbolisiert das Ich auf der physischen Ebene, er ist das Körperbewusstsein mit seinen biologischen Gesetzen. Der Mond symbolisiert das Gefühls-Ich, das als reflektierendes Prinzip Kontakte und Beziehungen ermöglicht. Die Sonne, das autonome Ich, funktioniert auf der Denk- oder Mentalebene als selbstbewusste Ich-Einheit.
13. Integrationshoroskop.
Grund- und Mondknotenhoroskop werden aufeinanderprojiziert und die Aspektverbindungen der drei Persönlichkeitsplaneten Saturn, Sonne und Mond eingezeichnet. Das Zusammenwirken der Ich-Planeten von zwei Ebenen vermittelt neue Einsichten in den Persönlichkeitsaufbau wie auch in die Integration des Schattens mit der bewussten Persönlichkeit.
14. Astrologische Psychosynthese.
Sonne, Mond und Saturn (dreifache Persönlichkeit) zeigen in ihrem Verhältnis zu den drei geistigen Planeten Pluto, Neptun und Uranus den Weg zur Psychosynthese und zur geistigen Entwicklung. Im Modell der "Amphora" (Huber'sche Flasche) werden alle Planeten zu einer Gesamtschau des Menschen verbunden, die über die Grenzen üblicher astrologisch-psychologischer Beratung in die transpersonale Psychologie hineinführt.
15. Die sieben kosmischen Strahlen.
Die 7 Strahlen nach Alice A. Bailey werden astrologisch ausgewertet. Mit einem Ausrechnungsschlüssel können im Horoskop 4 individuelle Strahlen ermittelt werden. Der Saturn zeigt den Strahl des Körpers, der Mond den des Gefühls und die Sonne den des Denkens, AC und MC den der Persönlichkeit. Die Zusammenschau führt zu einem neuen Identitätserlebnis.
16. Beim astrologischen Farbkreis
wird das Farbspektrum des Sonnenlichtes als zyklischer Lebensablauf von Purpur bis Violett ins Horoskop hineinprojiziert. Dies ergibt einen farbpsychologischen Schlüssel, der zum Verständnis der Altersprogression wie auch des Farbdialogs (in seiner Zuordnung zum Häusersystem) beiträgt.
17. Der Farbdialog
(zu zweit und in Gruppen) wird häufig erfolgreich als Ergänzung zur astrologisch-psychologischen Beratung eingesetzt. Er ist ein Medium der Begegnung und Kontaktaufnahme in nonverbaler Weise und bewirkt sowohl die Auflösung unbewusster Abwehrmechanismen wie auch die Aktivierung latenter Persönlichkeitskräfte und schöpferischer Potenzen.
18. Arbeiten mit drei Horoskopen.
Im Vergleich von Grund- Häuser- und Mondknotenhoroskop werden tiefenpsychologische wie auch esoterische Zusammenhänge des individuellen Entwicklungsweges sichtbar. Das Mondknotenhoroskop zeigt das Potential vergangener Erfahrungen, das Grundhoroskop den gegenwärtigen Entwicklungsauftrag und das Häuserhoroskop die notwendige Reizung zur Weiterentwicklung aus der Umwelt, dem erziehenden Milieu.
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